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Nach einer eher durchwachsenen Berichterstattung über Killerspiele bei Hart aber Fair auf WDR gab es eine kleine MAZ mit einer Übersicht der Änderungen seit Erfurt. Sehr passend fand ich die Zusammenfassung am Ende.
Verbote kosten nichts,
Psychologen schon.
Mi, 22. Nov 2006 um 21:24 Uhr
Christian
Seit geraumter Zeit warte ich nun drauf zu der neuen Regierung ein Kommentar ab zugeben. Ein Problem gibt es da nur… wir haben (immer noch) keine neue Regierung. So langsam müssten die Politiker von Union und SPD doch mal in die Gänge kommen. Trotz dieser nicht gerade einfachen Situation.
Wobei die Hoffung auf eine Studiengebührenfreie Zukunft eh schon lange verflogen sind… Egal wie die neue Regierung nun aussehen wird. Aber das ist ja auch nicht das einzige wichtige Thema in dieser Zeit.
Allerdings gibt es hierzu wieder Neuigkeiten auf Landesebene:
RWTH-Asta: Schwarz-Gelb macht Ernst: Gebühreneckpunkte verabschiedet
Konkret beinhalten die Pläne folgende Eckdaten:
Die Studienbeiträge sollen bis zu 500 Euro pro Semester betragen (fällig bei der Immatrikulation bzw. Rückmeldung), allerdings sollen die Hochschulen selbst bestimmen können, ob und in welcher Höhe sie Gebühren erheben. Das die RWTH dann den höchstmöglichen Betrag nehmen würde, ist längst ein offenes Geheimnis.
Tja.
Do, 06. Okt 2005 um 17:18 Uhr
Christian
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Tja. Was soll man dazu sagen, nach fast 40 Jahren SPD Regierung, ist nun die CDU in NRW an der Macht. Ein schwarzer Tag für alle Studenten in NRW. Aber die Hoffung stribt zuletzt. Es bleibt abzuwarten in welcher Form die Studiengebühren kommen werden. Als Kredit oder müssen die Gebühren schon während des Semsters bezahlt werden? Auch stellt sich die Frage wann? Kommendes Wintersemster oder doch erst in ein paar Jahren? Fragen über Fragen. |
Weitere Infos: Aktionsbündnis gegen Studiengebühren NRW.
Mo, 23. Mai 2005 um 18:27 Uhr
Christian
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Morgen sind also Landtagswahlen. Eigentlich habe ich ja doch eine Abneignung gegen die SPD. Dieses Mal ist das wohl etwas komplizierter. Ich muss sagen dieses Plakat, wie es vielerorts in Aachen hängt, Hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Nicht weil der Steinbrück so ein toller Typ ist. |
Aber die Aussage, “Das Erstudium bleibt gebührenfrei.” ist doch mal ein Wort. Da passt selbst der Kommentar “Klarer Kurs”. Von CDU Bildungspolitik kann man das ja leider nicht behaupten.
Hier die Aussagen der CDU bzgl. der Hochschulpolitikt:
Die Universitäten müssen aus der staatlichen Bevormundung und Zwangsbewirtschaftung in die Freiheit entlassen werden. Wir brauchen mehr Wettbewerb, mehr Leistung, mehr Exzellenz. Wir wollen leistungsabhängige Besoldung und leistungsabhängige Mittelvergabe. Die ZVS wird abgeschafft. Hochschulen wählen sich ihre Studenten, Studenten ihre Hochschulen selbst aus. Wir wollen flächendeckend kompakte Bachelor- und Master-Studiengänge für bessere internationale Vergleichbarkeit und für kürzere Studienzeiten. Das durchschnittliche Berufseintrittsalter der Studenten muss von 29 Jahren auf höchstens 26 Jahre absinken. Die Hochschulen werden Studiengebühren erheben. Sie werden Vermögen bilden.
(Quelle: http://www.nrwcdu.de/844.php)
Das klingt für mich so, als wolle die CDU die Verantwortung über die Hochschulen und damit auch die Finanzierung abgeben. Wie man dadurch eine bessere Vergleichbarkeit erreichen will, ist mir ein Rätsel. Auch wozu wir einen Wettbewerb zwischen den Hochschulen brauchen, ist unklar. Alle Hochschulen sollten ein gleiches, hohes Niveau und gute Studienbedingungen bieten. Eben um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Eine Mehrklassen Gesellschaft (Elite vs. MassenUnis) ist nicht wünschenswert. Ob das nun mit Bachlor/Master oder Diplom Studiengängen erreicht wird ist finde ich nicht von Bedeutung. Auch sehe ich es als nicht so wichtig an, dass die Studiengänge International vergleichbar sind. Denn das deutsche Diplom, vorallem auch das aus Aachen ist überall in der Welt doch sehr hoch angesehen. Da könnte eine Umstellung auf Bachlor/Master sogar einen Rückschritt bedeuten. Das Vorhaben die Studiendauer zu verkürzen ist natürlich zu begründen, aber steht doch im Wiederspruch zur Einführung der Studiengebühren und zum Anspruch auf mehr Leistung und Exzellenz. Wie sollen Studenten schneller und mehr studieren, wenn sie wegen den Gebühren dazu verdienen müssen?
Und Ja, natürlich gibt es noch andere Themen als Bildungspolitik. Aber mich interessiert zur Zeit (und wohl auch die nächsten 4 Jahre) hauptsächlich wie es mit meinem Studium weiter geht, auch wie Hochschulen in Zeiten von wachsendem Schuldberg finanziert werden ist mir egal, solange es passiert.
Weitere Infos:
Brochschüre der NRW-SPD zum Thema Bildung.
Infoseite der NRW-CDU zum Thema Bildung.
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren NRW: Argumente gegen Studiengebühren.
ältere Beitrag – Studiengebühren, was nun?
Sa, 21. Mai 2005 um 22:13 Uhr
Christian
Noch ein paar Worte zu der gestrigen Entscheidung des Bundesverfassungsgericht bzgl. der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes.
Das Bundesverfassungsgericht hat nicht entschieden, dass Studiengebühren rechtlich in Ordnung sind, sondern nur, dass der Bund sie nicht verbieten darf, da Bildung Ländersache ist. Die Studiengebühren können also noch gekippt werden und da der Bund Studiengebühren nicht verbieten kann, kann er sie auch nicht verpflichtend einführen (denke ich zumindest mal).
Jedoch ist die aktuelle Situation schlecht weil:
Bildung soll unabhängig vom sozialen Stand für jeden verfügbar sein. Die Gebühren gefährden dies.
Dadurch, dass nur CDU-geführte Länder Gebühren einführen wollen, wird der Universitätstourismus unnötig gefördert. Reiche Studenten studieren an Universitäten die Gebühren fordern, ärmere an Unis, die kostenlos sind. Es entsteht eine 2-Klassengesellschaft.
Was passiert in diesem Zusammenhang mit der ZVS? Bekommen wir zusätzlich noch einen Landes-NC?
Es besteht die Gefahr, dass Bund/Länder die zusätzlichen Einnahmen der Hochschulen zum Anlass nehmen, die Mittel für Hochschulen zu kürzen. So würden die Studiengebühren indirekt Haushaltslöcher stopfen, statt die Qualität der Lehre zu verbessern.
Durch die Gebühren werden die Zahlen der Studenten stark abnehmen (Zum Vergleich, in Österreich sind die Zahlen um 20% gesunken, als die Gebühren eingeführt wurden). Aber brauchen wir nicht qualifizierte Fachkräfte? Ist Bildung nicht unser höchstes Gut?
In der Öffentlichkeit werden Langzeitstudenten stark kritisiert, die zusätzlichen Gebühren nötigen Studenten aber dazu, zusätzlich zu arbeiten, was wiederrum das Studium verlängert. Ist das nicht etwas paradox?
Beführworter der Studiengebühren werden jetzt sagen: Aber in Amerika und England sind Studiengebühren normal. Mal ehrlich, wollen wir uns wirklich mit Amerika vergleichen, wo nur reiche Eltern ihrem Nachwuchs ein Collegebesuch finanzieren können. Wo ein “normaler” Abschluss nichts ist, im Vergleich zu einem Abschluss an einer teueren “Elite”-Universität wie Oxford, Harvard und Co? Ich sage Nein. Stattdessen sollten wir nach Skandinavien (Dänemark, Finland, Schweden) schauen, wo Studenten mit Geld vom Staat gefördert werden. Und zwar nicht wie bei uns mit BaFöG, das man zurück zahlen muss und auch nur bekommt wenn die Eltern wenig verdienen. Dort bekommt jeder Student diesen “Lohn”. Dementsprechend hoch ist dort die Studierquote und auch die Motivation der Studenten ist sehr gut.
Zur aktuellen Situation bei uns. In NRW sollen keinen Studiengebühren eingeführt werden, stattdessen soll das aktuelle System der Studienkonten weitergeführt werden. Das halte ich auch für in Ordnung. Jedoch sollte nicht nur die Regelstudienzeit sondern auch die Durchschnittliche Studienzeit berücksichtig werden. Zu Erinnerung, Informatik hat eine Regelstudienzeit von 9 Semestern, aber eine durschnittliche Studienzeit von 14 Semestern bei uns. Ab dem 15. zahlt man Gebühren. ärgerlich, oder?
Weiterhin stellt sich die Frage ob, wann und in welcher Form die Individuallabbuchungen kommen werden. Das würde sicherlich starke organisatorische Probleme mit sich bringen. Jedoch brächte dies auch Vorteile, besonders für Studenten die nebenbei noch arbeiten und von vornerein nicht alle für ein Semester vorgesehene Veranstaltungen besuchen.
Und bekommen wir bald eine Welle von Studenten aus Bayern, Badenwürttemberg und Co. , die sich ein Studium Zuhause nicht mehr leisten können?
Weitere Infos:
ASTA der RWTH – gegen Studiengebühren.
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren – NRW.
Do, 27. Jan 2005 um 21:54 Uhr
Christian