15 GameServer, (k)ein Problem?
Sodele. Letztes Wochenende war die Operationlan 6. Diesmal hatten wir 15 “baugleiche” Server von der wwcl. Ich als Linuxfreak im Team durfte die natürlich einrichten. Also erstmal einen komplett mit allem drum und dran mit Gentoo aufgesetzt, sprich Apache, MySQL, PowerDNS, Teamspeak, unrealircd, Steam, Source, Quake4, UT2004 etc eingerichtet. Dazu noch ein Anwender taugliches Webinterface geschrieben, zum Starten und Beenden der Dienste. Das war an einem Tag getan. Ich hab mal den Gentoo Installer benutzt, sonderlich überzeugt hat er mich allerdings nicht.
Danach also per
tar cpf /freigabe/backup.tar / –exclude=/tmp –exclude=/dev –exclude=/proc –exclude=/sys –exclude=/mnt –exclude=/freigabe –exclude=/usr/portage
Ein backup machen, unkomprimiert deshalb, damit das entpacken nicht so lange dauert. Ich hab mich dann dazu entschieden die anderen Server per LiveCD zu booten und per Script folgendes zu machen: per dd die Partitionstabelle einzuspielen, dann mit sfdisk -R die Partitionstabelle neu einlesen, die Dateisysteme erstellen und mounten, ein stage1 tarball laden und entpacken (damit die Devices Nodes erstellt werden) und dann das backup laden und entpacken.
Danach musste ich dann noch manuell grub-install hd0 ausführen, IP und hostname ändern und fertig. Klingt einfach? war’s auch. Aber ein paar Details hatte ich dann doch nicht bedacht. Manche Server hatten 2 Netzwerkkarten bei der eth0 und eth1 die Plätze mit dem normalen Kernel im Vergleich zum LiveCD Kernel getauscht hatten. Aber kein großes Problem, Kabel um stecken und fertig. Dazu kam noch, dass ein Server einen Raidcontroller hatte, der kam bei booten gar nicht hoch. Die Anzahl der Server hatte am Ende doch noch gereicht, auch wenn einer einen Hardwaredefekt hatte und der mit dem Raidcontroller nicht booten wollte. Interessant wurde es aber erst als alle Server soweit liefen. Dann saß ich erst etwas ratlos vor dem Mainserver, der Intranet, DNS, IRC und Teamspeak zur Verfügung stellen sollte. Ein nmap -A -v ergab, das alle entsprechenden Ports offen waren. Jedoch verbinden ging nicht, Connection refused oder nach kurzer Zeit Connection Timeout. Nach einer halben Stunde hab ich den Server entnervt gewechselt. Bis mir aufgefallen ist, dass nmap bei Hardware Adress AsusTek anzeigt, obwohl überall Intel Karten verbaut waren. Was war passiert? ein User hatte doch glatt die IP des Server bei sich eingetragen. Wohl die Felder IP Adresse und DNS Server vertauscht. Naja kann man nichts machen, Problem erkannt, Problem gebannt. Hatte uns natürlich aber um 2 Stunden mit den Turnieren zurück geworfen, den ohne Intranet ging natürlich keine Turnier Verwaltung.
Das nächste Problem waren die CS: Source Server aus irgendeinem Grund hatten alle einen Ping von 2000-4000. die anderen Server wie CS 1.6 und Q4 gingen aber einwandfrei. Also mal per screen auf die Konsole geschaut, selbst auf Tasteneingaben reagierten sie träge. Also hab ich mal den deamon ge’strace’t und gesehen, dass er sich mit verschiedenen IPs im Internet verbinden wollte, und das trotz “-nomaster +sv_lan 1 -insecure”. Naja also alle Server ins Internet gebracht und das ging dann auch einwandfrei. Das Letzte Problem war dann noch, dass die Leute vom Team Turnier die Server die nicht auf dem Standardport liefen, nicht administrieren konnten. Das lag aber an HLSW, ingame ging’s.
Wollte ich nur mal schriftlich festhalten, vielleicht hilfts ja wem.
bisher 3 Kommentare Mo, 03. Apr 2006 um 12:58 Uhr Christian