Tagesarchiv für den 02. März 2008

Schwarz, Breit, Stark Groß

So. Ja, ich hab mir wieder was gegönnt, und zwar:

DNS-323
D-Link DNS-323 + 2x Samsung HD753LJ (SATA, 7200 RPM, 750 GB, 32 MB Cache)

Features:

2 SATA Einschübe, Gigabit Ethernet, USB Port
500 Mhz ARM CPU, 64 MB Ram, 8 MB Flash
RAID0/RAID1/JBOD
CIFS-Server (Samba Version 3.0.24)
FTP-Server (pure-ftpd v1.0.21)
Drucker-Server (lp + Samba)
iTunes-Server
DLNA Streaming-Server
SSH-Server (dropbear, nachinstalliert)
NFS (nachinstalliert)
mldonkey (nachinstalliert)

uname -a
Linux oxygen-nas 2.6.12.6-arm1 #29 Thu Dec 27 09:59:48 CST 2007 armv5tejl unknown

root@oxygen-nas:~ cat /proc/mdstat
Personalities : [linear] [raid0] [raid1]
md1 : active raid0 sda3[0] sdb3[1]
      291772288 blocks 64k chunks

md0 : active raid1 sda2[0] sdb2[1]
      586155520 blocks [2/2] [UU]

unused devices: none

root@oxygen-nas:~ df -h | grep md
/dev/md0                550.2G    172.0G    378.2G  31% /mnt/HD_a2
/dev/md1                273.9G      1.3G    258.6G   1% /mnt/HD_b2

Aber jetzt erstmal ein paar kurze Worte zum DNS323:

Installation:
Die Hardware Installation ist in 3 Minuten erledigt. Auspacken, Klappe hochschieben, Laufwerke rein, Strom und Netzteil anschließen, Fertig. Allerdings muss ich sagen, 2 Schrauben pro Laufwerk und eine für die Abdeckung hätten sicher nicht geschadet. Das ganze macht in der Hand doch einen etwas instabilen Eindruck. Ich hab das innere dann auch etwas mit Luftpolster Folie ausgekleidet, um Vibrationen und Stöße aufzufangen. Positiv ist noch zu bemerken, dass der Lüfter relativ leise ist und man ein Power Management für die Platten einstellen kann, so dass sie abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Die Geräuschentwicklung ist also trotz 2 7200 UPM Festplatten und 40mm Lüfter erträglich.

Konfiguration:
Nach dem Starten hohlt sich der DNS-323 per DHCP eine IP (wenn es keine bekommt, nimmt es einfach 192.168.0.32). Diese IP habe ich im Webinterface meines Routers nachgeschaut und mich mit dem Webinterface des DNS-323 verbunden. Eine Konfiguration über ein Windows-Tool, dass den DNS-323 automatisch findet, ist auch möglich. Das Webinterface fordert einen sofort auf, die Platten zu formatieren. Schade, wollte eigentlich erst ein Firmware Update machen. Ich entscheid mich dann vorläufig für einen RAID1 Array in Größe von 600 GB, der Rest wurde ohne Auswahlmöglichkeit also JBOD formatiert (manuell geht auch als RAID0, aber dazu später mehr). Zur Auswahl steht: Beide Platten einzeln formatieren, als RAID0 oder als RAID1 zusammenfassen. Übrig gebliebener Platz wird als JBOD formatiert. Als Dateisystem benutzt der DNS-323 Linux Software RAID + ext2. Die Platten lasssen sich also ausbauen und an einem Deskoprechner lesen. Die Formatierung dauerte ziemlich lang. Aber 1.5TB ist das wohl zu erwarten. Nach dem das erledigt war, startete der DNS-323 neu und man hatte Zugriff auf alle Elemente des Webinterface. Ich spielte also zuerst ein Firmware Update auf 1.04 ein. das Webinterface ist relativ übersichtlich, obwohl manche Funktionen z.B. das Hinzufügen von CIFS Shares etwas unübersichtlich ist. Es erfüllt aber seinen Zweck. Auf den ersten Blick, war nur eine Sache für mich etwas störend und zwar das man das UserLimit für den FTP Server auf maximal 10 setzten kann, obwohl gehen eine höhere Zahl nichts spricht (letzt sich trotzdem hochsetzten auch dazu später mehr). Mal von den üblichen Konfigurations Optionen, wie Netzwerkeinstellungen, RAID Konfiguration, Uhrzeit, Einstellungen für FTP, iTunes und UPNP Server findet sich noch die Möglichkeit zeitgesteuert ftp/http Downloads zu starten. Nett. Wobei das im Vergleich zu den Möglichkeiten die eine Installation von ml_donkey bietet, natürlich eher läpsch wirkt, aber aber für viele Anwendungen. Für 95% der User wird dieser Funktionsumfang sicherlich reichen, für mich jedoch nicht. Insbesondere NFS fehlt schmerzlich.

Performance:
Sufficient.
s. [5] 8f.

Homebrew:
Die Firmware des DNS-323 hat eine praktiscche “Funktion”. Beim Starten des Geräts wird die Datei fun_plug auf Volume_1 ausgeführt. Diese kann z.B. wiederrum einen telnetd oder sshd starten. Somit stehen alle Türen offen. Ein fertiges, erweiterbares fun_plug steht bei [3] zum Download bereit. Dieses fun_plug startet automatisch ein telnetd. Über Telnet war es mir dann auch möglich, die RAID Konfiguration und die Konfiguration des FTP Servers meinen Vorstellungen anzupassen. Sobald man verbunden ist, lässt sich per:

mount -t minix /dev/mtdblock0 /sys/mtd1
mount -t minix /dev/mtdblock1 /sys/mtd2

die Firmware mounten und die Konfigurationsdateien direkt (und dauerhaft) bearbeiten. Unter anderem z.B. smb.conf, pure-ftpd.conf, raidtab. Den RAID Level von md1 konnte ich einfach mit:

umount /dev/md1
raidstop /dev/md1
mdadm --create --verbose /dev/md1 --level=0 --raid-devices=2 /dev/sda3 /dev/sdb3

und folgender raidtab:

raiddev /dev/md0
        raid-level      raid1
        nr-raid-disks   2
        chunk-size      64
        persistent-superblock   1
        device          /dev/sda2
        raid-disk       0
        device          /dev/sdb2
        raid-disk       1

raiddev /dev/md1
        raid-level      0
        nr-raid-disks   2
        chunk-size      64
        persistent-superblock   1
        device          /dev/sda3
        raid-disk       0
        device          /dev/sdb3
        raid-disk       1
        Version 1.3

ändern.

NFS lässt sich mit packages für fonz fun plug nachinstallieren. Gleiches gilt z.B. für rsyncd, ntpd, mediathomb.

Zum weiterlesen:
[1] D-Link Deutschland – DNS-323
[2] mlDonkey for DNS323
[3] fonz fun plug
[4] DNS 323 Wiki
[5] Small Net Builder Review: DNS-323

bisher 1 Kommentar So, 02. Mrz 2008 um 17:59 Uhr Christian


Kalender

März 2008
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Monatsarchiv

Themenarchiv