badblocks howto
Donnerstag, 24. Mai 2007 um 19:05 Uhr Christian
Ich hab hier noch eine alte 40GB 2,5″ Platte, die ich für Backups und Datentransport nutzen wollte. Dafür reicht sie allemal. Da sie doch schon etwas älter ist, wollte ich sie vorher mal durch testen. Da sich der smartstatus leider über USB nicht auslesen lässt, musst dafür badblocks herhalten. Hier dazu eine komplette Anleitung.
erstmal habe ich mit fdisk eine einzelne FAT32 Partition erstellt. Auch wenn es Mist ist, aber zum Austausch von Daten führt leider kein Weg an FAT32 vorbei.
Hier handelt es sich bei /dev/sdc um die entsprechende Festplatte. Im Zweifel dmesg konsultieren.
fdisk /dev/sdcDie Anzahl der Zylinder für diese Platte ist auf 4864 gesetzt.
Daran ist nichts verkehrt, aber das ist größer als 1024 und kann
in bestimmten Konfigurationen Probleme hervorrufen mit:
1) Software, die zum Bootzeitpunkt läuft (z. B. ältere LILO-Versionen)
2) Boot- und Partitionierungssoftware anderer Betriebssysteme
(z. B. DOS FDISK, OS/2 FDISK)
Befehl (m für Hilfe): o
Erstelle neue DOS-Bootsektoren. Die Änderungen werden vorerst nur im Speicher
gemacht, bis Sie sich entscheiden, sie zu schreiben. Danach ist natürlich der
vorherige Inhalt unrettbar verloren.
Befehl (m für Hilfe): n
Befehl Aktion
e Erweiterte
p Primäre Partition (1-4)
p
Partitionsnummer (1-4): 1
Erster Zylinder (1-4864, Vorgabe: 1): ENTER
Benutze den Standardwert 1
Letzter Zylinder oder +Größe, +GrößeK oder +GrößeM (1-4864, Vorgabe: 4864): ENTER
Benutze den Standardwert 4864
Befehl (m für Hilfe): t
Partition 1 ausgewählt
Der Dateisystemtyp der Partition 1 ist nun c (W95 FAT32 (LBA))Befehl (m für Hilfe): w
Die Partitionstabelle wurde verändert!Rufe ioctl() um Partitionstabelle neu einzulesen.
WARNUNG: Wenn Sie eine DOS 6.x Partition angelegt
oder verändert haben, dann schauen Sie bitte in die
fdisk-manual-Seite nach weiteren Informationen
Synchronisiere Platten.
Als nächstes wird die Platte komplett auf Herz und Nieren geprüft. Also sucht euch für die nächste(n) Stunde(n) etwas anderes zu tun. Das System kann natürlich nebenbei weiter verwendet werden.
VORSICHT: badblocks -w zerstört eventuell vorhandene Daten!
Es werden alle Blöcke 4 mal mit verschiedenen Mustern überschrieben. Es eignet sich somit auch zum sicheren löschen von Daten.
Wenn man badblocks auf einer Partition mit vorhandenen Daten verwenden will, sollte man -n verwenden.
-o badblocks speichert die fehlerhaften in der Datei badblocks. Diese Datei wird später beim erstellen des Dateisystems verwendet.
badblocks -ws -o badblocks /dev/sdc1Teste mit Muster 0xaa: done
…
nun wird die FAT32 Partition erstellt:
mkfs.vfat -l badblocks -F 32 /dev/sdc1
Fertig. Nur nebenbei: Die Platte war vollkommen in Ordnung.
Artikel gespeichert unter: OpenSource / Linux
bisher 5 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
1.
Christian Ney | 25.Mai 2007 um 06:31
“Es eignet sich somit auch zum sicheren löschen von Daten.” -> Sofern du dabei das “sichere” entfernst, passt es besser.
2.
Christian | 25.Mai 2007 um 10:51
Ich hab mir irgendwie schon gedacht das sowas kommt. Also wenn man es nicht gerade mit CIA und Co. zu tun hat, ist 4x überschreiben schon sehr sicher.
3.
Christian Ney | 25.Mai 2007 um 13:32
Einspruch. Gerade in Verbindung mit Journaling Filesystemen und moderneren Festplatten geht’s hier nicht um CIA und Co. Ich empfehle als Lektüre von http://www.pro-linux.de/berichte/sicheres-loeschen.html
4.
NEY | 24.Januar 2008 um 22:49
Warum erst die Partition anlegen? Wäre doch besser erst badblocks auf /dev/sdc anzuwenden und dann fdisk und zum Schluss mkfs.vfat!
5.
Christian | 25.Januar 2008 um 09:53
Weil man dann die badblocks Datei nicht einlesen kann, da die Geometrie unterschiedlich ist. Das ist aber zugegebenermaßen nur relevant wenn Badblocks fehler liefert.
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