Ubuntu in Gentoo installieren (Folge 1 – debootstrap)
Donnerstag, 13. April 2006 um 17:39 Uhr Christian
Da mich immer mehr Leuten mit Fragen zu Ubuntu bombardieren, ich da aber kaum mitreden kann, hab ich mir mal Ubuntu Dapper zusätzlich in Gentoo installiert. Realisiert wird das ganze per UML, UserModeLinux. Damit ist es möglich ein Linux in einem anderen zu starten, ohne das sich beide stören.
Diese Anleitung richtet sich an erfahrene Linux bzw. Gentoo User, die die Befehle falls nötig auch auf andere Versionen, IPs oder Verzeichnisse übertragen können und falls nötig einen deplatzierten Zeilenumbruch erkennen ![]()
Kommentare, Verbesserungen und auch Kritik sind natürlich erwünscht.
Der erste Teil beschreibt die Installation des Ubuntu Basis Systems per debootstrap.
Zu allererst mal die aktuelle debootstrap Version installieren:
echo dev-util/debootstrap ~x86 >> /etc/portage/package.keywords emerge debootstrap
Dann ein Loopback Dateisystem vorbereiten (man kann natürlich auch eine extra Partition benutzen) Die 4000 entspricht der Größe der Datei in MB. Das Basis System benötigt ca 300 MB, eine Komplettinstallation 2,5 GB. Also 4 GB ist ein guter Wert.
dd if=/dev/zero of=/ubuntu.file bs=1024k count=4000 mkfs.ext3 /ubuntu.file mkdir /mnt/ubuntu tune2fs -c 0 -i 0 /ubuntu.file mount /ubuntu.file /mnt/ubuntu -o loop
Jetzt einfach per
/usr/sbin/debootstrap --arch i386 breezy /mnt/ubuntu http://archive.ubuntulinux.org/ubuntu
Das Basissystem von Ubuntu installieren.
Hinweis:Zum aktuellen Zeitpunkt enthält das debootstrap ebuild noch kein Script für ubuntu Dapper Drake, weshalb hier erstmal Breezy installiert wird. Ein dist-upgrade zu einen späteren Zeitpunkt ist kein Problem.
Als nächstes sollte man proc und sysfs mounten per
mount -t proc proc /proc mount -t sysfs sysfs /sys mount -t devpts devpts /dev/pts
Jetzt kann man schon per
chroot /mnt/ubuntu /bin/bash
ins neu installierte Ubuntu wechseln.
Weiter geht es also mit der Einrichtung des Grundsystems, zu empfehlen wäre da:
dpkg-reconfigure passwd echo ubuntu-uml > /etc/hostname /usr/sbin/base-config new
Artikel gespeichert unter: OpenSource / Linux
bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
1.
Thomas | 13.April 2006 um 19:57
Das ist sehr interessant. Mich wuerde es wunder nehmen, ob man auf eine solche Art und weise auch andere Linuxdistros installieren kann.
2.
Coolcat | 16.April 2006 um 21:12
Auch wenn ich kein Fan von simulierten bzw. parallel laufenden Betriebssystemen bin, coole Idee!
Coolcat
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